Donnerstag, 6. Juni 2013
Nippes
Ach ja, wollte euch noch kurz meine Urlaubs-Mitbringsel - ganz im Shabby-Style natürlich! - präsentieren...
Montag, 3. Juni 2013
Rezension - "Fürchtet euch" (Wiley Cash)

Über die Leseprobe bzw. eine Lese-/Diskussionsrunde bin ich
auf „Fürchtet euch“ von Wiley Cash aufmerksam geworden.
Die Leseprobe, ein erster Eindruck zum Roman, hat mir auf
der Stelle Gänsehaut und Wutgefühle zugleich beschert (1. Teil aus dem 1.
Kapitel).
Eine kleiner Ort in den Bergen North Carolinas, eine
geheimnisvolle, evangelikale Gemeinde mit einem unheimlichen, charismatischen
Pastor, ein Mord…einzelne, packende Themen, die in Kombination noch viel
explosiver wirken.
Das Cover des Buches passt hervorragend zu dieser subtilen
Thematik (Aufeinanderprallen von Gut und Böse, Vertrauen und Gefahr,…)
Insbesondere die Beschreibung der Gemeinde von Pastor
Chambliss hat mein Interesse an diesem Buch geweckt, da ich mich als überzeugte
Christin für Gemeindeformen und auch für die Gefahr, die von manipulativen
Leitern ausgeht, interessiere.
Eine Gemeinde, wie sie hier in der Leseprobe beschrieben
wird, gehört meiner Meinung nach EINDEUTIG zu den schwarzen Schafen - und
leider gibt es sie tatsächlich und sind keine Erfindung des Autors.
Gottes Wort wird vom Gemeindeleiter zu dubiosen Zwecken
missbraucht. So Etwas "beschmutzt" die Christenheit im Allgemeinen,
was sehr schade ist.
Daher war ich (unter anderem!) äußerst gespannt, wie Wiley Cash zu diesem Thema weiter Stellung nimmt, insbesondere ob er indirekt alle in einen Topf wirft.
Daher war ich (unter anderem!) äußerst gespannt, wie Wiley Cash zu diesem Thema weiter Stellung nimmt, insbesondere ob er indirekt alle in einen Topf wirft.
Aber leider ist schon der erste Teil des Buches mit
verwirrenden Zeitsprüngen übersäht. Grundsätzlich entstehen dadurch keine
Verständnisprobleme, aber mir fiel es aufgrund dieser Tatsache schwer, richtig
in die Geschichte einzutauchen.
Erst befinden wir uns zeitlich nach dem zentralen Ereignis (Mord), dann
plötzlich davor, dann hier und da verstreut Rückblenden. Und diese Rückblenden
haben im Nachhinein gesehen weder zur Haupthandlung beigetragen, noch dazu
geführt, dass man das Handeln der einzelnen Charaktere besser versteht.Jetzt möchte ich aber einen positiven Aspekt zum Schreibstil einschieben, bevor ich mit meiner negativen Kritik fortfahre:
Der unterschiedliche Umgang der Charaktere mit dem Thema „Tod“ wird hier sehr schön herausgearbeitet. Einzelne Szenen und Gedanken lassen einen beklemmt oder zutiefst traurig zurück. Das Thema kommt beim Lesen plötzlich greifbar nah.
Alles schön und gut…aber ich habe mich während des Lesens einfach gefragt: „Wann wird der berühmte Spannungsbogen endlich gespannt??“
Von einem guten Buch, sei es nun dem Genre Krimi/ Thriller oder Drama zuzuordnen, erwarte ich nun mal eine gewisse Spannung bzw. Geschwindigkeit. Aber das Buch nahm auch nach ¾ keine Fahrt auf - und auch auf mein Überraschungsmoment wartete ich vergebens.
Informationen (zur Handlung an sich) fließen sehr einseitig
oder spärlich ein und man hat kaum die Möglichkeit, selber mitzurätseln. Und
ich wollte unter anderem rätseln; das war meine Erwartungshaltung an das Buch!
Die Geschichte war einerseits spärlich mit Informationen bestückt – andererseits voll Metaphern und Bildern. Ich wurde beim Lesen fast verrückt! Natürlich muss man nicht alles verstehen…aber letzten Endes wird der Leser hier mit vielen offenen Fragen zurückgelassen, obwohl die Haupthandlung an sich völlig banal ist.
Die Geschichte hätte an so vielen Stellen eine interessante Wendung nehmen können
(ich hätte selbst grandiose Ideen gehabt) – Aber irgendwie ist NICHTS passiert!Die Geschichte war einerseits spärlich mit Informationen bestückt – andererseits voll Metaphern und Bildern. Ich wurde beim Lesen fast verrückt! Natürlich muss man nicht alles verstehen…aber letzten Endes wird der Leser hier mit vielen offenen Fragen zurückgelassen, obwohl die Haupthandlung an sich völlig banal ist.
Genau betrachtet macht kaum ein Charakter eine wirkliche Entwicklung durch:
Der Antiheld bleibt der unsympathische Antiheld ohne liebenswürdige Seiten, die Naive bleibt naiv und die Perfekte bleibt perfekt. Das Ende ist genau so, wie es schon im 3. Kapitel den Anschein macht. Was für eine Enttäuschung!
Auf den ersten Blick hatte das Buch für mich also folgende Prämisse: "Ein Unglück kommt selten allein" - oder eher: "Auch aus dem größten Unglück kann etwas Gutes entstehen!"
Aber als so banal schätze ich den Autor dann doch nicht ein...
Die für MICH wichtigste Botschaft des Buches war eindeutig:
Es gibt gute "gottlose" Menschen sowie schlechte "gottesfürchtige" Menschen. Letztendlich ist es nicht an uns zu urteilen, sondern an Gott! Und das sehe ich auch als Statement des Autors zum Thema Glaube. Er zeichnet in seinem Buch eine fehlgeleitete Gemeinde – erwähnt aber zum Schluss, dass es auch anders geht. Das hat mir sehr gefallen.
Fazit:
Für jemanden, der auf detaillierte Szenen- und Gefühlsbeschreibungen steht, bzw. am Ende gerne mit 1.000 Fragezeichen im Kopf zurückbleibt und eine komplett eigene Interpretation für das Buch basteln möchte, ist „Fürchtet euch“ auf alle Fälle etwas! Wer auf Überraschungsmomente steht und gerne mit festem Griff durch die Geschichte geführt wird, sollte besser die Finger davon lassen.
Aufgrund einiger wirklich einfühlsamer Passagen, die einen fast zu Tränen rühren, vergebe ich trotzdem noch 2 Sterne.
Sonntag, 2. Juni 2013
Buch - Rezensionen
Hallo, ich melde mich zurück aus dem Urlaub!
"La débutante" war mit der Schwiegerfamilie in ihrem Lieblingsland und kehrt mit neuer Energie zurück.
Eine kleine Info an dieser Stelle:
In Zukunft werdet ihr auf meinem Blog auch Buch-Rezensionen finden, da ich diese vermehrt für meine neue Lieblingsplattform rund um's Thema Bücher (www.lovelybooks.de) schreibe und somit auch gleich hier veröffentlichen kann.
Im Urlaub habe ich mir übrigens vorgenommen, mehr französische Bücher zu lesen. Mal sehen, was aus diesem Vorsatz wird! Als Mitbringsel war diesmal im Koffer:
"La débutante" war mit der Schwiegerfamilie in ihrem Lieblingsland und kehrt mit neuer Energie zurück.
Eine kleine Info an dieser Stelle:
In Zukunft werdet ihr auf meinem Blog auch Buch-Rezensionen finden, da ich diese vermehrt für meine neue Lieblingsplattform rund um's Thema Bücher (www.lovelybooks.de) schreibe und somit auch gleich hier veröffentlichen kann.
Im Urlaub habe ich mir übrigens vorgenommen, mehr französische Bücher zu lesen. Mal sehen, was aus diesem Vorsatz wird! Als Mitbringsel war diesmal im Koffer:
Dienstag, 7. Mai 2013
Altenheim - Klappe, die 2.!
Eine Freundin brachte eben den einfachen, aber so wahren Satz:
"Irgendwann ist immer das erste Mal!" - Genau SO sieht's aus, DAS ist das Motto der Anfängerin!
Heute war ich nicht zum ersten, sondern schon zum ZWEITEN Mal im Altenheim. Vielleicht erinnert ihr euch an mein kleines Deasaster beim letzten Mal.
Für heute habe ich aber wider jeder Zweifel einen Termin vereinbart - und kurz vorher tatsächlich 1 Sekunde lang überlegt, ob ich es einfach bleiben lasse und doch nicht hinfahre. Ich habe es final durchgezogen.
(Bei Sonnenschein und 22°, wohlbemerkt!).
So bin ich also mit einer deutlich geringeren Motivation, 30 Minuten Verspätung ( - als ehrenamtliche Mitarbeiterin kann man sich das ja leisten...) und völlig außer Atem im kleinen Salon angekommen, wo ich heute meine Zeit verbringen durfte. Diesmal NICHT im (für mich) grusligen 1. Stock, sondern im 2. Stock. Das ließ doch hoffen.
Scannerblick nach dem Öffnen der Tür: drei Bewohnerinnen, eine hauptamtliche Mitarbeiterin, eine Präsenzkraft und eine Praktikantin (was ich nicht alles schon beim Eintreten wusste).
Eine der älteren Damen sagte sofort zu mir: "Setzen Sie sich doch auf das schöne rote Sofa! Wie eine Königin!". Sie spricht! Und WIE nett! Ich hatte mich ja wirklich auf das Schlimmste eingestellt.
Also setzte ich mich schnell und hörte der Hauptamtlichen beim Lesen einer Geschichte zu, die von der Apfelernte handelte.
Die Seniorinnen lehnten sich bedächtig und lauschend nach vorne, grinsten hier und da, als seien sie gerade selbst auf einem Herbstspaziergang zwischen Bäumen und Apfelduft. Wow...was für ein Einstieg in meine Runde.
Dieses Thema war wie der Startschuss für eine laaange Erzählung einer sehr putzigen und bedächtigen Bewohnerin, welche aus ihrer Kindheit, den 9 Geschwistern, den Weihnachtsfesten, dem Tag, an dem sie elektrisches Licht in's Haus bekam, der harten Arbeit und dem Einlagern von Obst etc. erzählte..sie war nicht mehr zu bremsen.
Und ich schaute sie nur an und dachte: "Genau DAS habe ich mir im Gegenzug für meine Zeit hier im Heim gewünscht. Geschichten, die das Leben schreibt."
Aber das Beste kam noch...es haute mich förmlich aus den Socken und bestätigte mir, dass meine noch so "einfache" Arbeit hier ankommt.
Nun war ich an der Reihe: "Möchten sie auch etwas vorlesen?" - das Erste, was mir in die Finger geriet, war ein Märchenbuch. Ich blätterte hastig nach einer geeigneten Geschichte - meine Wahl viel auf das Märchen von "Aschenputtel". Damit kann man doch nichts falsch machen!
Dass es die richtige Wahl war, merkte ich bald. Während des Lesens fing eine der Damen leise an zu schluchzen, sprach Passagen mit: "Ruckediguuu, ruckediguuu"...lächelte, weinte...sollte ich weiterlesen? Ein kurzer Blick zur Hauptamtlichen, die mich mit Kopfnicken ermunterte, weiterzumachen.
Dann wurde die gemütliche Runde irgendwann aufgelöst und ich verließ das Gebäude mit dem Gedanken:
"Wenn es niemanden gibt, der ihnen "die Welt" vorliest, die sie selbst nicht mehr betreten können...was passiert mit diesen Menschen?"
"Irgendwann ist immer das erste Mal!" - Genau SO sieht's aus, DAS ist das Motto der Anfängerin!
Heute war ich nicht zum ersten, sondern schon zum ZWEITEN Mal im Altenheim. Vielleicht erinnert ihr euch an mein kleines Deasaster beim letzten Mal.
Für heute habe ich aber wider jeder Zweifel einen Termin vereinbart - und kurz vorher tatsächlich 1 Sekunde lang überlegt, ob ich es einfach bleiben lasse und doch nicht hinfahre. Ich habe es final durchgezogen.
(Bei Sonnenschein und 22°, wohlbemerkt!).
So bin ich also mit einer deutlich geringeren Motivation, 30 Minuten Verspätung ( - als ehrenamtliche Mitarbeiterin kann man sich das ja leisten...) und völlig außer Atem im kleinen Salon angekommen, wo ich heute meine Zeit verbringen durfte. Diesmal NICHT im (für mich) grusligen 1. Stock, sondern im 2. Stock. Das ließ doch hoffen.
Scannerblick nach dem Öffnen der Tür: drei Bewohnerinnen, eine hauptamtliche Mitarbeiterin, eine Präsenzkraft und eine Praktikantin (was ich nicht alles schon beim Eintreten wusste).
Eine der älteren Damen sagte sofort zu mir: "Setzen Sie sich doch auf das schöne rote Sofa! Wie eine Königin!". Sie spricht! Und WIE nett! Ich hatte mich ja wirklich auf das Schlimmste eingestellt.
Also setzte ich mich schnell und hörte der Hauptamtlichen beim Lesen einer Geschichte zu, die von der Apfelernte handelte.
Die Seniorinnen lehnten sich bedächtig und lauschend nach vorne, grinsten hier und da, als seien sie gerade selbst auf einem Herbstspaziergang zwischen Bäumen und Apfelduft. Wow...was für ein Einstieg in meine Runde.
Dieses Thema war wie der Startschuss für eine laaange Erzählung einer sehr putzigen und bedächtigen Bewohnerin, welche aus ihrer Kindheit, den 9 Geschwistern, den Weihnachtsfesten, dem Tag, an dem sie elektrisches Licht in's Haus bekam, der harten Arbeit und dem Einlagern von Obst etc. erzählte..sie war nicht mehr zu bremsen.
Und ich schaute sie nur an und dachte: "Genau DAS habe ich mir im Gegenzug für meine Zeit hier im Heim gewünscht. Geschichten, die das Leben schreibt."
Aber das Beste kam noch...es haute mich förmlich aus den Socken und bestätigte mir, dass meine noch so "einfache" Arbeit hier ankommt.
Nun war ich an der Reihe: "Möchten sie auch etwas vorlesen?" - das Erste, was mir in die Finger geriet, war ein Märchenbuch. Ich blätterte hastig nach einer geeigneten Geschichte - meine Wahl viel auf das Märchen von "Aschenputtel". Damit kann man doch nichts falsch machen!
Dass es die richtige Wahl war, merkte ich bald. Während des Lesens fing eine der Damen leise an zu schluchzen, sprach Passagen mit: "Ruckediguuu, ruckediguuu"...lächelte, weinte...sollte ich weiterlesen? Ein kurzer Blick zur Hauptamtlichen, die mich mit Kopfnicken ermunterte, weiterzumachen.
Dann wurde die gemütliche Runde irgendwann aufgelöst und ich verließ das Gebäude mit dem Gedanken:
"Wenn es niemanden gibt, der ihnen "die Welt" vorliest, die sie selbst nicht mehr betreten können...was passiert mit diesen Menschen?"
Freitag, 3. Mai 2013
Innehalten - und weitermachen...
Meine liebe Freundin H.-C. B., Autorin des Blogs "Reisemeisterei" (sehr erfrischend), hat mich heute in einem Gespräch dazu ermutigt, mit dem Blog-Schreiben am Ball zu bleiben.
Schreiben, ohne ein konkretes Projekt zu haben, kostet Mut!
Manchmal muss man eben schreiben, um sich zu sammeln - auch das ist erlaubt.
Heute habe ich wieder über einen Wochenplan nachgedacht, der meine 1001 Hobbys unter einen Hut bringen soll, einen Abendprogramm-Plan sozusagen.
(Meine Tagesplan ist ja fix...Kinder & Haushalt & sonstige Verpflichtungen.)
Aber was soll ich sagen...es behagt mir nicht.
Ich bin einfach nicht die personifizierte Selbstdisziplin.
Mein Projekt "Putzplan" beispielsweise ist kläglich gescheitert. Dafür ist das Leben mit Kindern einfach zu unvorhersehbar und man vergisst wichtige Faktoren wie "Wetter", "voraussichtliche körperliche Verfassung" usw...
Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass ein Hobby-Plan Früchte trägt.
Um wirklich Zeit für Hobbys zu finden, sollte man meiner Meinung nach nur folgende Dinge beherzigen:
1. Unnötige Zeitfresser ausschalten (z.B. Internet, Handy...)
2. Täglich (nur) EINE Sache bewusst angehen (auch "Erholung" ist erlaubt...der Schwerpunkt liegt auf "bewusst"!)
3. Sich nicht mit anderen vergleichen!
Heute habe ich also bewusst einen Blog-Eintrag getippt - und bin fröhlich!
Schreiben, ohne ein konkretes Projekt zu haben, kostet Mut!
Manchmal muss man eben schreiben, um sich zu sammeln - auch das ist erlaubt.
Heute habe ich wieder über einen Wochenplan nachgedacht, der meine 1001 Hobbys unter einen Hut bringen soll, einen Abendprogramm-Plan sozusagen.
(Meine Tagesplan ist ja fix...Kinder & Haushalt & sonstige Verpflichtungen.)
Aber was soll ich sagen...es behagt mir nicht.
Ich bin einfach nicht die personifizierte Selbstdisziplin.
Mein Projekt "Putzplan" beispielsweise ist kläglich gescheitert. Dafür ist das Leben mit Kindern einfach zu unvorhersehbar und man vergisst wichtige Faktoren wie "Wetter", "voraussichtliche körperliche Verfassung" usw...
Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass ein Hobby-Plan Früchte trägt.
Um wirklich Zeit für Hobbys zu finden, sollte man meiner Meinung nach nur folgende Dinge beherzigen:
1. Unnötige Zeitfresser ausschalten (z.B. Internet, Handy...)
2. Täglich (nur) EINE Sache bewusst angehen (auch "Erholung" ist erlaubt...der Schwerpunkt liegt auf "bewusst"!)
3. Sich nicht mit anderen vergleichen!
Heute habe ich also bewusst einen Blog-Eintrag getippt - und bin fröhlich!
Donnerstag, 11. April 2013
Der dicke, fette Schweinehund
Servus!
Ich weiß, ich weiß..meine Dokumentationsarbeit hier lässt im Moment sehr zu wünschen übrig.
Was aber ernsthaft daran liegt, dass ich momentan so gut wie "projektlos" bin - vielleicht kehrt der Schwung mit dem anstehenden Frühling zurück.
Ein kleines Projekt hat sich jedoch in den letzten Wochen bei mir eingeschlichen und so war natürlich meine Überlegung, ob dieses einen Blog-Eintrag wert ist. Und ich bin zu dem Schluss gekommen: JA!
Es ist
1. Ein Experiment und
2. mein Erfahrungswert auf diesem Gebiet ist sehr gering.
Habt ihr zufällig vor einiger Zeit "Das Jenke Experiment" bei RTL gesehen, als es um das Thema "Altern" ging?
Normalerweise sitze ich abends gar nicht vor dem Fernseher, sondern verkrieche mich mit einem guten Buch oder dem Laptop in eine Ecke.
Und RTL kommt bei mir erst recht nicht in die Tüte (, nennen wir es mal "militanter Unterschichten-TV-Streik").
Aber zu meiner Überraschung war die Dokumentation wirklich ergreifend und hat mich ganz tief bewegt. Jenke ist ein sehr "echter" Moderator und man nimmt ihm ab, dass er sich für das interessiert, von dem er redet.
Mir ist wieder klar geworden, dass es WIRKLICH kein Spaß sein muss, alt zu sein und womöglich alleine in einem Heim leben zu müssen. JEDER sollte sich ausreichend mit diesem Thema beschäftigen - sei er nun 25 oder 45 Jahre alt.
Ich habe mich gefragt: "Was wünscht du dir von deiner Umwelt, wenn du mal alt, schwach und in den Augen der Gesellschaft zu nichts mehr zu gebrauchen bist?"
Ich wünsche mir: Respekt, Wertschätzung und geschenkte Zeit.
Das Ganze hat mich nicht mehr losgelassen und ich verspürte den Drang, mich mit anderen darüber auszutauschen.
Meine lieben Freundin Anna, die selber in der Altenpflege tätig ist, hat mich auf die Idee gebracht, mich mit meinen Interessen und Stärken ehrenamtlich einzubringen - und sei es nur ein paar Stunden im Monat.
Aber in dieser Hinsicht habe ich mich immer "assozial" gefühlt - um's mal so auszudrücken.
Es fällt mir unheimlich schwer, mich in andere Menschen hineinzuversetzen, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und im richtigen Zeitpunkt die richtigen Worte zu finden. Wenn mir Not begegnet, habe ich eher Berührungsängste und entwickle eine regelrechte Menschenscheu.
Daher kam ein sozialer Beruf für mich nie in Frage.
Aber gibt es wirklich die "sozialen" Menschen, die von Anfang an wissen, dass sie dafür gemacht sind und die, die sowas eben NICHT können? Oder stehen wir nicht alle in der Verantwortung?
Ich habe für mich entschieden, dass ich es probieren möchte. Ohne mich dabei zu übernehmen.
So habe ich willkürlich ein Seniorenheim angeschrieben und meine Hilfe angeboten...im Bereich Vorlesen, Singen. Maximal 1 x die Woche abends.
Es stellte sich heraus, dass ausgerechnet in diesem Heim eine Art Literaturclub in's Leben gerufen wurde, in dem ehrenamtliche Mitarbeiter vorlesen und Gespräche über das Gelesene anleiten können.
Hörte sich vielversprechend an.
Am 09.04. wurde es dann konkret! Mein erster Ausflug in's Altenheim...und ich war kurz davor natürlich etwas nervös (was sich durch einen blitzenden Kasten an der Straße geäußert hat), aber trotzdem motiviert.
Dort angekommen wurde ich von der Leiterin empfangen und herumgeführt.
Eigentlich sind wir nur bis zum 1. Stock gekommen.
Die Leiterin öffnete die Türe zum Stock mit den Worten: "Wir haben zwar keine offizielle Demenz-Abteilung, aber HIER sind diejenigen, die gerne mal ausbüchsen..." (Soso...)
Nachdem ich meine Sachen im Mitarbeiterraum abgelegt hatte, wurde ich der zuständigen Pflegerin für das "Nachmittagsprogramm" vorgestellt. Die war aber so eingespannt, dass sie gerade die Zeit hatte, mich an einen Tisch voller Rentner zu setzen, die mich erst mal keines Blickes würdigten...da hab ich ganz schön geschwitzt.
"Wollen sich nicht mit Herrn XY Mensch-Ärgere-Dich-Nicht spielen??" - Alles klar! So habe ich drei Runden gegen ihn gespielt. Mit SEINEN Regeln. Er hat natürlich drei Mal gewonnen - und war happy.
Tja, danach saß ich mehr oder weniger sprachlos in der Runde mit den Bewohnern bzw. der Pflegerin und war total überfordert. Wer von diesen Herrschaften versteht eigentlich noch, was ich sage? WIE kann ich mit ihnen kommunizieren? Was brauchen sie im Moment von einer Fremden?
Alles in einem war ich sehr ernüchtert. Aber was hatte ich erwartet? Dass ich mit Jubelschreien empfangen werde, weil alle nur auf mich gewartet haben? Nein...diese Menschen vergessen im schlimmsten Fall noch am selben Tag, dass ich überhaupt da war.
Nun ja, ich will nicht nach dem ersten Besuch aufgeben und versuche, das nächste Mal etwas entspannter und mit weniger Vorgaben an mich selbst hinzugehen. Aber wem die Pflegerin da genau Bücher vorlesen möchte, ist mir ein Rätsel...vielleicht komme ich ja noch dahinter...und außerdem geht es jetzt mal NICHT um mich.
Ich weiß, ich weiß..meine Dokumentationsarbeit hier lässt im Moment sehr zu wünschen übrig.
Was aber ernsthaft daran liegt, dass ich momentan so gut wie "projektlos" bin - vielleicht kehrt der Schwung mit dem anstehenden Frühling zurück.
Ein kleines Projekt hat sich jedoch in den letzten Wochen bei mir eingeschlichen und so war natürlich meine Überlegung, ob dieses einen Blog-Eintrag wert ist. Und ich bin zu dem Schluss gekommen: JA!
Es ist
1. Ein Experiment und
2. mein Erfahrungswert auf diesem Gebiet ist sehr gering.
Habt ihr zufällig vor einiger Zeit "Das Jenke Experiment" bei RTL gesehen, als es um das Thema "Altern" ging?
Normalerweise sitze ich abends gar nicht vor dem Fernseher, sondern verkrieche mich mit einem guten Buch oder dem Laptop in eine Ecke.
Und RTL kommt bei mir erst recht nicht in die Tüte (, nennen wir es mal "militanter Unterschichten-TV-Streik").
Aber zu meiner Überraschung war die Dokumentation wirklich ergreifend und hat mich ganz tief bewegt. Jenke ist ein sehr "echter" Moderator und man nimmt ihm ab, dass er sich für das interessiert, von dem er redet.
Mir ist wieder klar geworden, dass es WIRKLICH kein Spaß sein muss, alt zu sein und womöglich alleine in einem Heim leben zu müssen. JEDER sollte sich ausreichend mit diesem Thema beschäftigen - sei er nun 25 oder 45 Jahre alt.
Ich habe mich gefragt: "Was wünscht du dir von deiner Umwelt, wenn du mal alt, schwach und in den Augen der Gesellschaft zu nichts mehr zu gebrauchen bist?"
Ich wünsche mir: Respekt, Wertschätzung und geschenkte Zeit.
Das Ganze hat mich nicht mehr losgelassen und ich verspürte den Drang, mich mit anderen darüber auszutauschen.
Meine lieben Freundin Anna, die selber in der Altenpflege tätig ist, hat mich auf die Idee gebracht, mich mit meinen Interessen und Stärken ehrenamtlich einzubringen - und sei es nur ein paar Stunden im Monat.
Aber in dieser Hinsicht habe ich mich immer "assozial" gefühlt - um's mal so auszudrücken.
Es fällt mir unheimlich schwer, mich in andere Menschen hineinzuversetzen, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und im richtigen Zeitpunkt die richtigen Worte zu finden. Wenn mir Not begegnet, habe ich eher Berührungsängste und entwickle eine regelrechte Menschenscheu.
Daher kam ein sozialer Beruf für mich nie in Frage.
Aber gibt es wirklich die "sozialen" Menschen, die von Anfang an wissen, dass sie dafür gemacht sind und die, die sowas eben NICHT können? Oder stehen wir nicht alle in der Verantwortung?
Ich habe für mich entschieden, dass ich es probieren möchte. Ohne mich dabei zu übernehmen.
So habe ich willkürlich ein Seniorenheim angeschrieben und meine Hilfe angeboten...im Bereich Vorlesen, Singen. Maximal 1 x die Woche abends.
Es stellte sich heraus, dass ausgerechnet in diesem Heim eine Art Literaturclub in's Leben gerufen wurde, in dem ehrenamtliche Mitarbeiter vorlesen und Gespräche über das Gelesene anleiten können.
Hörte sich vielversprechend an.
Am 09.04. wurde es dann konkret! Mein erster Ausflug in's Altenheim...und ich war kurz davor natürlich etwas nervös (was sich durch einen blitzenden Kasten an der Straße geäußert hat), aber trotzdem motiviert.
Dort angekommen wurde ich von der Leiterin empfangen und herumgeführt.
Eigentlich sind wir nur bis zum 1. Stock gekommen.
Die Leiterin öffnete die Türe zum Stock mit den Worten: "Wir haben zwar keine offizielle Demenz-Abteilung, aber HIER sind diejenigen, die gerne mal ausbüchsen..." (Soso...)
Nachdem ich meine Sachen im Mitarbeiterraum abgelegt hatte, wurde ich der zuständigen Pflegerin für das "Nachmittagsprogramm" vorgestellt. Die war aber so eingespannt, dass sie gerade die Zeit hatte, mich an einen Tisch voller Rentner zu setzen, die mich erst mal keines Blickes würdigten...da hab ich ganz schön geschwitzt.
"Wollen sich nicht mit Herrn XY Mensch-Ärgere-Dich-Nicht spielen??" - Alles klar! So habe ich drei Runden gegen ihn gespielt. Mit SEINEN Regeln. Er hat natürlich drei Mal gewonnen - und war happy.
Tja, danach saß ich mehr oder weniger sprachlos in der Runde mit den Bewohnern bzw. der Pflegerin und war total überfordert. Wer von diesen Herrschaften versteht eigentlich noch, was ich sage? WIE kann ich mit ihnen kommunizieren? Was brauchen sie im Moment von einer Fremden?
Alles in einem war ich sehr ernüchtert. Aber was hatte ich erwartet? Dass ich mit Jubelschreien empfangen werde, weil alle nur auf mich gewartet haben? Nein...diese Menschen vergessen im schlimmsten Fall noch am selben Tag, dass ich überhaupt da war.
Nun ja, ich will nicht nach dem ersten Besuch aufgeben und versuche, das nächste Mal etwas entspannter und mit weniger Vorgaben an mich selbst hinzugehen. Aber wem die Pflegerin da genau Bücher vorlesen möchte, ist mir ein Rätsel...vielleicht komme ich ja noch dahinter...und außerdem geht es jetzt mal NICHT um mich.
Dienstag, 26. Februar 2013
Ich lebe!
Nachdem ich mit Erschrecken festgestellt habe, dass ich hier bald 2 Monate nicht mehr aktiv war, möchte ich euch mal bezüglich meines Lebens "updaten"!
Momentan habe ich den Eindruck, mich in einer Winter-Lese-Starre zu befinden. Das Wetter lädt aber auch kaum zu anderen Beschäftigungen ein...
Vor einiger Zeit habe ich die Leseplattform Goodreads gefunden, auf welcher man gelesene Bücher festhalten und bewerten kann. Besonders gefällt mir die Idee des persönlichen Jahreswettbewerbs 2013, bei welchem man sich selbst ein Leseziel vorgibt - und eine prozentuale Angabe darüber erhält, wie erfolgreich man ist.
(Meinen derzeitigen Stand könnt ihr rechts auf dem Blog finden)
Wer also eine zusätzliche Motivation braucht, kann ja mal auf dieser netten Seite vorbeischauen! Würde mich freuen, neue Lesefreunde hinzufügen zu können!
Parallel führe ich meine eigene Excel-Tabelle, auf der ich alle Bücher notiere.
Die sieht so aus:
Sie hat viele interessante Eigenschaften, die Liste...und wie man sieht, bin ich irgendwie doch ein Freund von Statistiken. Ich muss aber dazu sagen, dass ich wohl eine ewige Excel-Anfängerin bleiben werde und manche Formeln musste mir mein lieber Gatte "einflüstern"...
Wenn also jemand Interesse an dieser Vorlage hat, kann er sich gerne bemerkbar machen!
Momentan habe ich den Eindruck, mich in einer Winter-Lese-Starre zu befinden. Das Wetter lädt aber auch kaum zu anderen Beschäftigungen ein...
Vor einiger Zeit habe ich die Leseplattform Goodreads gefunden, auf welcher man gelesene Bücher festhalten und bewerten kann. Besonders gefällt mir die Idee des persönlichen Jahreswettbewerbs 2013, bei welchem man sich selbst ein Leseziel vorgibt - und eine prozentuale Angabe darüber erhält, wie erfolgreich man ist.
(Meinen derzeitigen Stand könnt ihr rechts auf dem Blog finden)
Wer also eine zusätzliche Motivation braucht, kann ja mal auf dieser netten Seite vorbeischauen! Würde mich freuen, neue Lesefreunde hinzufügen zu können!
Parallel führe ich meine eigene Excel-Tabelle, auf der ich alle Bücher notiere.
Die sieht so aus:
Sie hat viele interessante Eigenschaften, die Liste...und wie man sieht, bin ich irgendwie doch ein Freund von Statistiken. Ich muss aber dazu sagen, dass ich wohl eine ewige Excel-Anfängerin bleiben werde und manche Formeln musste mir mein lieber Gatte "einflüstern"...
Wenn also jemand Interesse an dieser Vorlage hat, kann er sich gerne bemerkbar machen!
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